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Gut leben im Alter

„Notfallplan“ Information für Patienten und Angehörige


Das Ehinger Projekt „Gut Leben im Alter“ hat sich zum Ziel gesetzt, ältere und kranke Menschen zu begleiten sowie Vorsorge für Krisensituationen zu treffen. Dafür wurde ein Notfallplan entwickelt.
Anlass der Initiative sind Veränderungen im Gesundheitssystem, die den Patienten und deren Angehörigen mehr Verantwortung für sich und ihrem Wohlergehen abverlangen. Voraussetzung zur Erstellung eines Notfallplans ist die Bereitschaft, sich mit der eigenen Endlichkeit des Lebens zu befassen.
Was benennt der Plan und für wen kommt er in Frage?
Der Notfallplan kann als Ergänzung zur Patientenverfügung gesehen werden. Er benennt konkrete medizinische Maßnahmen wie Reanimation, Intensivmedizin, Bluttransfusion, künstliche Ernährung. Zudem erlaubt eine vom Hausarzt angeordnete Bedarfsmedikation die Verabreichung von Medikamenten bei Schmerzen und anderen Symptomen. Ersthelfer bekommen so wichtige Informationen und Anweisungen.
Erfasst werden sollen Bewohner in Pflegeheimen, Patienten die von ambulanten Pflegediensten versorgt werden und Patienten mit schweren oder chronischen Erkrankungen im häuslichen Umfeld. Beispiel: beginnende Demenz, Tumorerkrankungen.
Was ist zu tun?
Im Gespräch mit Patienten, Angehörigen, Pflegefachkräften und dem Hausarzt werden mögliche Krisensituationen und sinnvolle Maßnahmen individuell besprochen. Wesentliches über Erkrankung und Wille des Patienten werden schriftlich notiert und von Patient und Hausarzt unterschrieben. Im Vordergrund stehen medizinische, pflegerische, soziale und spirituelle Aspekte, die Leiden lindern und das Wohlsein fördern.
So können Würde und Wille des Patienten gewahrt werden.
Sinn und Zweck?
Ziel ist die Verbesserung der Versorgung von Patienten in Krisensituationen, um unnötige Maßnahmen oder Krankenhauseinweisungen zu vermeiden.
Unterstützung erfährt das Projekt vom Gesundheitsamt, von Notärzten, Rettungsdiensten, Hausärzten, ambulanten Pflegediensten, Seniorenheimen sowie Hospiz- und Palliativ-gruppen.
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
• Würde und Wille des Patienten stehen im Mittelpunkt des Handelns aller Beteiligten.
• Kommunikation von Patient, Angehörigen, Pflegefachkraft und Hausarzt schaffen Klarheit und Sicherheit in einer möglichen Krise.
• Vorausschauende Notfallplanung gibt Ersthelfern konkrete Handlungsanweisungen.

 

Info Hospizgruppe Ehingen 07391 / 754176